Niedersachsen

Landesverband Niedersachsen

Fahrrad- und Busdemo zur Verkehrswende am 5. und 6. Juni 2021

Am Weltumwelttag laden wir Sie und Euch herzlich zu einer Fahrrad- und Busdemo auf der A 2 und der A 39, so die Planung, ein. Am Samstag, 5. Juni geht es um 9:30 Uhr auf dem Schlossplatz Braunschweig mit einer Kundgebung los. Redebeiträge des VCD Niedersachsen sind zu hören in Braunschweig und Scheppau (Harald Walsberg) sowie in Wolfsburg (Hans-Christian Friedrichs).

Am 6. Juni geht es um 12:00 Uhr auf den Sülzwiesen in Lüneburg weiter. Dort wird sich noch einmal Hans-Christian Friedrichs vom VCD für die Verkehrswende einsetzen.

Zentrale Forderungen

  1. A 39-Baustopp!
  2. Verkehrswende JETZT!
  3. Natur erhalten - kein Großgewerbegebiet Scheppau!

Update 1 Ablauf Samstag

Leider darf unsere Fahrraddemo nicht auf der Autobahn stattfinden! Der geänderte Routenverlauf wird von den Organisatoren bekanntgegeben.

Ablauf Samstag

  • 9:30 - 10:00 Uhr Auftakt Schloss(fassaden)platz Braunschweig
  • 10:00 Uhr Fahrraddemo: wir fahren langsam (10 km/h) mit Pausen à 15 bzw. 30 Min. ca. alle 9 km. Strecke bis Wolfsburg 37 km, bis Ende in Jembke 53 km, bis Wolfsburg Hbf. 64 km (jeweils Gesamtkilometer)
  • Busdemo: für alle, die nicht radeln können (mit Anhänger für Fahrräder mit Pannen). Bitte schnell anmelden (E-Mail an info@braunschweig.greenpeace.de), damit wir noch rechtzeitig genug Reisebusse bestellen können. Die Fahrt ist frei, Spenden sind gerne gesehen, ein aktueller negativer Coronatest wäre wünschenswert.
  • Auf den Kundgebungen bitte Maske tragen und immer 1,5 m Abstand halten. Wir empfehlen zusätzlich die Corona-Warn-App: https://www.coronawarn.app/de/
  • In Wolfsburg treffen wir uns mit der Demo aus Gifhorn und Wolfsburg. Route und Zeitplan:
    von Ortbis OrtUhrzeit vonUhrzeit bisminkm Teilstreckekm gesamt
    AuftaktSchlossplatz BS09:3010:1545  
    Schlossplatz BSdirekt vor A 2 AS BS-Ost10:1511:15601010
    Pausedirekt vor A 2 AS BS-Ost11:1511:3015 10
    direkt vor A 2 AS BS-OstA 39/AS 29 Scheppau11:3012:2555 0919
    KundgebungA 39/AS 29 Scheppau12:2512:5530 19
    A 39/AS 29 ScheppauA 39/AS 27 Flechtorf12:5513:50550928
    PauseA 39/AS 27 Flechtorf13:5014:0515 28
    A 39/AS 27 FlechtorfWolfsburg City-Galerie14:0515:00550937
    KundgebungWolfsburg City-Galerie15:0015:3030 37
    Wolfsburg City-GalerieA 39 geg. VW-Forschung15:3016:15450845
    Reden und TanzA 39 geg. VW-Forschung16:1516:4530 45
    A 39 geg. VW-ForschungJembke16:4517:30450853
    AbschlusskundgebungJembke17:3018:0030 53
    Picknick und MusikJembke18:0018:3030 53
    Jembke = Geplante Rast- und Tankanlage
    AS = Anschlussstelle
  • Rückfahrt: 11 km bis zum Bahnhof Wolfsburg, dort Verbindungen im Stundentakt um Minute 14 (oder natürlich mit dem Rad zurück)

Update 3 Ablauf Sonntag

Demo führt über eine geänderte (kürzere) Route

Das Verbot des Ordnungsamtes, auf der A39 nach Winsen zu fahren, wurde nun von dem Verwaltungsgericht bestätigt. Die Verzögerungstaktik des Ordnungsamtes und die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes zeigen: Das Auto hat trotz Klimakrise noch immer eine Vormachtstellung, weshalb die Interessen von Autofahrer*innen viel stärker gewichtet werden als jene von Fahrradfahrer*innen, Fußgänger*innen oder Demonstrierenden. Deshalb werden wir am Sonntag, den 06.06. erst recht für eine sozial und klimagerechte Mobilitätswende protestieren, wenn auch mit einer veränderten Route. Statt über die A39 wird die Fahrraddemo nun über die Ostumgehung führen.

Start: 6.6., 12:00, Sülzwiesen

Wir sehen uns auf unseren Rädern!

(Keine A39!)

Ablauf Sonntag

Wer möchte, kann in Jembke auf dem Grillplatz übernachten (Isomatte, Schlafsack und möglichst ein Zelt mitbringen, für Toilette, Strom und Wasseranschluß ist gesorgt) und Sonntag weiter mit uns demonstrieren. Es geht mit Bahn und Rad zur Fahrraddemo auf der A 39 in Lüneburg. Details folgen. Angedacht ist auch, Montag auf der Trasse der geplanten A 39 bis Uelzen zu radeln. Wir wollen unterwegs andere Autobahnkritiker:innen treffen und uns vernetzen. Bei Interesse bitte melden.

Die Bürgerinitiatuven im A 39-Raum fahren am Sonntag gemeinsam mit dem Fahrrad zur Demo nach Lüneburg entlang der möglichen Trasse. Die BI aus Groß Hesebeck startet um 9:15 Uhr in Hesebeck und fährt am Elbe-Seiten-Kanal entlang bis nach Altenmedingen. Die Aktiven aus dem Raum Altenmedingen treffen sich um 9:50 Uhr am neuen Feuerwehrhaus und schließen dann am Kanal bei den anderen an. Weiter werden die Aktiven aus Hohnstorf und Edendorf an der Solchstorfer Brücke dazukommen gegen 10:15 Uhr. In Wulfstorf sind wir wahrscheinlich gegen 10:30 Uhr.

Update 2 Genehmigung

Wir haben verloren, aber: die Rechtsprechung des OVG zum Grundsatzverbot ist gekippt!

"Soeben hat das OVG zur A 2/A 39-Demo entschieden und das Verbot aufrechterhalten. Allerdings gibt es einen Teilerfolg, denn das OVG hat seine eigene Rechtsprechung von 1994, auf die sich ja fast alle VGs bezogen haben, selbst abgeändert. Fortan sind Autobahnen nicht mehr grundsätzlich demo-frei, sondern es muss im Einzelfall abgewogen werden. Das tun sie dann zu unseren Ungunsten. Dennoch ist damit auch klar, dass die Ausgangsverbote nicht rechtmäßig waren (und trotzdem weiter Bestand haben)."

"OVG in Hessen hat die Demo auf der A 7 erlaubt - soso ... da gibt es also keine Gaffer und die Leute passen am Stauende auf ..."

Aufgrund dieser beiden Urteile habe ich heute abend eine (weitere) EILVERSAMMLUNG auf der A39 in Wolfsburg angemeldet!

Mit besten Grüßen
für die Verkehrswende
Edmund "ede" Schultz

Genehmigung

Wir wollen definitiv die A 2 durchsetzen und werden uns nötigenfalls durch alle Instanzen klagen. Zwei sehr erfahrenene Jurist:innen unterstützen uns. Was seit dem Widerstand gegen den Bau der A 49 im "Danni" an vielen Orten in Deutschland möglich war (Stuttgart, Frankfurt am Main, Berlin, Hessen, Köln, …) muss auch in unserer Region und auch auf der A 2 möglich sein. Es ist an der Zeit! Jeder Tag, den die Verkehrswende dadurch früher kommt, rettet Menschenleben!

Braunschweig und Scheppau: Beiträge

Harald Walsberg, VCD Niedersachsen

Harald Walsberg vom VCD Niedersachsen: „Die sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft und des Verkehrs kann nur gelingen, wenn endlich umgesteuert wird von der selbstzerstörerischen Verschwendungs- in eine überlebenssichernde Nachhaltigkeitsgesellschaft. Das bedeutet eine neue Genügsamkeit mit zielführenden Minderungen im Güteraustausch und Personenverkehrsaufkommen. Der verbleibende Verkehr muss weitestgehend auf umweltfreundliche Verkehrsträger, insbesondere die Schiene, aber auch Bus- und Radverkehr verlagert werden und es soll nur noch ein kleiner Anteil des heutigen motorisierten Verkehrs auf der Straße verbleiben. Nur diese Kombination kann die drei für eine sichere Zukunft notwendigen Nachhaltigkeits-Kriterien Suffizienz, Konsistenz und Effizienz erfüllen. Der Erfolgsweg lautet somit: Ein dichtes neues Schienennetz statt Autobahnen schaffen, erstklassigen Kundenservice im Öffentlichen Verkehr aufbauen, einen großen Teil der Autofabrikation auf Schienenfahrzeugfabrikation und Gleisbau umstellen. Langfristig sichere Arbeitsplätze sind damit ganz nebenbei garantiert.“

Wolfsburg und Lüneburg: Beiträge

Manfred Michel, VCD und BUND Gifhorn

Im Urteil des BVerwG aufgrund einer Klage des BUND-Landesverbands und der -Kreisgruppe Gifhorn, unterstützt vom VCD und anderen, gegen die A 39 findet das Klima nicht die erforderliche Berücksichtigung, eine durch das Urteil erstrittene Planänderung ermöglicht nach der nun geltenden Gesetzgebung das Großklima in Stellungnahmen und Klagen einzubringen,
im nun anzuwendenden UVPG neuester Fassung besteht die Pflicht, bei Großprojekten diesen Punkt abzuwägen, In der Stellungnahme des BUND LV Niedersachsen zum Planänderungsverfahren zur A 39 wurde deshalb dieser Gesichtspunkt neben umfangreichen naturschutzfachlichen Gesichtspunkten erneut eingebracht, wie das neueste Klimaschutzgesetz im Sektor Verkehr anzuwenden ist, muss möglicherweise auch in einer erneuten Klage geklärt werden.

Hans-Christian Friedrichs, VCD Niedersachsen und Elbe-Heide

Hans-Christian Friedrichs vom VCD Niedersachsen wird die klassischen Themen des ökologischen Verkehrsclubs vortragen. Rechtfertigt die augenblickliche Entwicklung der Verkehrszahlen den Bau weiterer Autobahnen? Die Alternativen sind Vermeidung des Verkehrs und Verlagerung auf umweltfreundliche Verkehrsträger. Der Bau neuer Autobahnen fördert nach wissenschaftlichen Analysen keine strukturschwachen Räume. Der schon in weiten Teilen fertiggestellte dreistreifige Ausbau der zur A 39 stellt eine auch regionaldienliche Alternative zur A 39 dar.

Jörg Grützmann, Ornithologe

Jörg Grützmann spricht über den streng geschützten Ortolan (Gartenammer), der flächenhaft in zwei Planfeststellungsabschnitten der A 39 vorkommt. Nach bisheriger Erkenntnis, lässt sich dieser nicht umsiedeln, da die männlichen Vertreter mit ihren Singwarten standortgebunden sind. Ein Durchschneiden der Reviere führt zu einer Verinselung, was gleichbedeutend ist mit dem Auslöschen der für Niedersachsen bedeutenden Population ist. Ähnliches gilt für das Vorkommen der streng geschützten Libellenart Vogelazurjungfer in einem Grabensystem, das von der Trasse gequert wird. Beide Vorkommen eröffnen die Chance, eine Neuplanung der Autobahn zu verlangen, um ein Auslöschen der Populationen zu vermeiden.

Detlev Schulz-Hendel Bündnis 90/Die Grünen Niedersachsen und Lüneburg

Bisher liegen keine Erkenntnisse über den Inhalt des Redebeitrags vor.

Dr. Reinhard Schrader BUND Kreisgruppe Gifhorn

Der Beitrag wird während der Radtour auf der bestehenden A 39 gehalten. Der Titel lautet „zur Notwendigkeit klima- und umweltfreundlicherer Automodelle“ Es wird auch ein Ausblick gegeben zu der Frage, ob die Elektromobilität der Schlüssel zur Lösung der Verkehrsprobleme mit Blick auf die Klimakrise darstellt.

Zum Thema

Wald statt Asphalt!

Die Aktionen sind Teil eines bundesweiten Aktionswochenendes gegen Autobahnbau.

Hunderttausende Bäume und ganze Ökosysteme werden jährlich für Autobahnbau geopfert, für die A 39 von Wolfsburg bis Lüneburg (in Planung), für die parallele A 14 (im Bau), für die A 49 im „Danni“ (im Bau) etc. und z. B. auch im Kreuz Süd in Braunschweig. Ganze 850 km Autobahnneubau stehen im Bundesverkehrswegeplan! Mit Vollgas in die Klimakatastrophe - geht's noch? Fällstopp!

Es reicht!

Bei Scheppau am Kreuz A 2/A 39, mitten zwischen Naturschutzgebieten, fernab von jedem Radschnellweg, öffentlichen Verkehrsmitteln und Bahnhöfen planen CDU, SPD & Co. aus Braunschweig, Wolfsburg, Wolfenbüttel und Helmstedt für ein riesiges neues Großgewerbegebiet 186 Hektar Wald, Grün- und Ackerland zu versiegeln - während andernorts viele Industrieflächen brach liegen. Artensterben made in Germany! Mehr Infos unter https://gegenwind-scheppau.de/unsere-positionen/ und https://braunschweig-spiegel.de/?s=scheppau.

Nicht mit uns!

Warum? => 1.053 Verletzte und 8 bis 9 Tote pro Tag - allein in Deutschland. Dazu die 13.000 jährlich, die an Luftverschmutzung sterben. Plus die, die unter dem Lärm leiden und die, die deswegen früher sterben. Die, die nicht mehr draußen spielen oder sich erholen können, weil alles voller Autos ist.  Rohstoffverbrauch mit Vernichtung ganzer Regionen für Öl-, Gas-, Lithium- und anderen Metallabbau, inklusive Vertreibung und Morden. Riesige Flächen versiegelt, Wälder gerodet, Täler zerschnitten, Dörfer getrennt, Tiere totgefahren und lebensfeindlich asphaltierte Städte. Zu 25 % Ursache der Klimakatastrophe, die unser Aussterben binnen ca. vier Generationen bedeutet, wenn wir nicht noch die Kurve kriegen. Was braucht es noch an Argumenten für eine Verkehrswende?

Zu dieser Demo mobilisieren bereits über 20 Klimaschutzinitiativen, Umwelt- und Verkehrswendegruppen, darunter der VCD (Niedersachsen, Braunschweig, Elbe-Heide, Gifhorn, Region Hannover), Fridays for Future (BS und WOB), greenpeace, Gegenwind Scheppau, Extinction Rebellion, der BUND (BS, GF, WOB, HE, UE und WF) und die reka. Weitere sind gerne gesehen!

Spendenkonto

VCD Niedersachsen e. V.

IBAN: DE90 2509 0500 0000 9292 12

Stichwort „Verkehrswende“

Bitte teilen und weitersagen!

Sharepics für Social Media (Plakat wie oben) und Infos zum Download gibt es hier: https://bi-baumschutz-braunschweig.jimdo.com/demo-auf-der-a2/

Aktuelle Demo-Infos gibt es auch in dieser offenen Telegram-Gruppe: https://t.me/joinchat/eZuTCrleiFZmYzIy

zurück