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Landesverband Niedersachsen, Braunschweig, Auto & Straße, Infrastruktur, Pressemitteilung, Verkehrspolitik

Gewerbegebiet am Autobahnkreuz A2/A39 ist rückwärtsgewandt und Greenwashing

VCD fordert Zukunftsfähigkeit zum Wohl der Menschen.

Vier Kommunen ums Autobahnkreuz A2/A39 präsentieren eine Idee, dort auf der Grünen Wiese ein Gewerbegebiet zu bauen, und wollen dazu eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen.

Der ökologisch orientierte VCD Verkehrsclub Deutschland Landesverband Niedersachsen fordert eine grundlegende Neugestaltung der Projektidee. Er sieht die jetzige Vorhaben-Idee und deren öffentliche Präsentation am 26.11.2020 als umfassendes Greenwashing. Die Projektidee orientiere sich allein am umweltschädlichen Straßenverkehr statt am umweltfreundlichen und zukunftsfähigen Schienenverkehr. Es handele sich um einen Verstoß gegen die Erfordernisse und Herausforderungen, Wirtschaft und Gesellschaft zukunftsfähig und zugunsten mehr Lebensqualität für die Menschen umzugestalten.

 

„Mit Phrasen gespickt ist die Presseverlautbarung der Stadt Braunschweig vom 26.11.2020 zur Projektidee auf der Grünen Wiese am Autobahnkreuz A2/A39. Die sinnfreien Worthülsen belegen pures Greenwashing einer altbackenen Denke statt Ideen für die Zukunft. Denn eine Antwort auf unsere – gigantisch angehäuften – Zukunftsherausforderungen ist schlicht Fehlanzeige“, so Harald Walsberg, stellvertretender VCD-Landesvorsitzender.
Die PM der Kommunen verwendet Worte wie grün, nachhaltig, zukunftsfähig, modellhaft, ökologisch, Transformation, flächenschonend. „Als reine Augenwischerei darf die jetzige Projektidee angesehen werden. Statt solcher Täuschung der Menschen muss ein Projekt, das tatsächlich diesen Worten entspricht, gemäß guten Vorbildern und dem Stand der Wissenschaft grundlegend auf Schienenlogistik und auch Schienenpersonennahverkehr setzen, wie es andere vormachen. Und von dort muss schrittweise weiter gedacht werden“, zeigt Walsberg auf.
Der VCD Niedersachsen fordert die vier Kommunen auf, genau hier die Projektidee grundlegend neu zu formen. Das bedeute, neben der Schienenvernetzung zahlreiche weitere Kriterien und Infrastrukturen gänzlich neu und losgelöst von bisherigen Denkgewohnheiten und Abhängigkeiten zu projektieren – zuallererst die Ortslage. Walsberg: „Entscheidend für die Glaubwürdigkeit ist, sich dabei an der Wissenschaft zu unseren Lebensgrundlagen und nicht der tiefen Vergangenheit und den altbackenen und heute zerstörerischen Profitmustern zu orientieren. Den Menschen sollen wirtschaftliche und soziale Sicherheit, Chancen, gesunde Lebensbedingungen und Lebensqualität gegeben und nicht genommen werden.“
 
Nachfragen:
Harald Walsberg, stv. Landesvorsitzender, Fon 0171 2029333, www.vcd-niedersachsen.de
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