Niedersachsen

Wohnortmobilität, Fußverkehr, Radverkehr, Verkehrspolitik

Unsere Nachbarländer machen es vor!

In punkto Mobilität in Corona-Zeiten haben unsere Nachbarländer Ideen entwickelt, die sich leicht auch bei uns umsetzen ließen. In Frankreich soll der Fahrradverkehr angekurbelt werden, in Belgien werden Innenstädte zu sicheren Aufenthaltsorten für alle Bürgerinnen und Bürger. Geht das auch bei uns?

 

Das Französische Umweltministerium will nach einem Bericht der polis 20 Millionen Euro investieren, um den Radverkehr zu unterstützen. Im Einzelnen sind kostenlose Fahrrad-Sicherheitskurse und jeweils 50.- Euro Zuschuss für Fahrradreparaturen bei Privatpersonen geplant. Auch der Bau neuer Fahrrad-Abstellplätze soll gefördert werden. Die Pariser Regierung erhofft sich hiermit in Zeiten der Lockerung von Corona-Beschränkungen das Ansteckungsrisiko reduzieren zu können.

Die historische Innenstadt in Brüssel wird in ein Wohngebiet umgewandelt. Hier dürfen dann alle Fahrzeuge nur mit einer maximalen Geschwindigkeit von 20 km/h unterwegs sein und zu Fuß Gehende haben immer Vorrang. Den Menschen soll in der Krise mehr Raum gegeben werden, sich gefahrlos zu Fuß oder mit dem Fahrrad fort zu bewegen. Desweiteren wurde bereits ein großes parkartiges Gebiet für den Verkehr gesperrt, um mehr Raum für Erholungssuchende zu schaffen.

Der VCD-Niedersachsen begrüßt diese Maßnahmen, zeigen sie doch, wie unwichtig in der Krise der individualisierte Autoverkehr ist. Viel wichtiger ist es, den Menschen mehr sicheren Raum zur Verfügung zu stellen.

Wir hoffen, dass es auch in Deutschland möglich ist, eine nachhaltige Mobilitätsprämie auf den Weg zu bringen, die mittlerweile von einem breiten Bündnis gefordert wird.

zurück