Niedersachsen

Landesverband Niedersachsen, Göttingen/Northeim, Hannover, Infrastruktur, Pressemitteilung, Schienenverkehr, Verkehrspolitik

VCD Niedersachsen gibt Stellungnahme zum Eisenbahnausbau Hannover – Bielefeld ab.

Planungsverfahren wie bei Hanau – Fulda gefordert.

Der VCD Niedersachsen fordert in seiner Stellungnahme für den Niedersächsischen Landtag, ein ergebnisoffenes Planungsverfahren durchzuführen, wie es auch zwischen Hanau und Fulda zum Erfolg geführt hat. Dort wurde eine weitgehend konsensfähige kombinierte Aus- und Neubautrasse mit kurzen Fahrzeiten gefunden.

 

Sowohl zwischen Hannover und Hamburg als auch zwischen Hannover und Bielefeld sind erhebliche Bahnausbauten notwendig. Die Kapazität beider Strecken muss soweit erhöht werden, dass jeweils durchgehend mindestens die Leistungsfähigkeit von zwei zweigleisigen Hauptbahnen erreicht wird. Diese zwingend notwendige Kapazitätserweiterung ist auch zur Fahrzeitverkürzung zu nutzen, um Reisezeiten zu minimieren und den Umstieg auf die Bahn attraktiver zu machen.

Die im Zielfahrplan des „Deutschlandtaktes” vorgesehene Fahrzeit von 54 min zwischen Hamm und Hannover bezeichnet der VCD als “ehrgeizig”. Auch die Einbindung in den Nahverkehr sei dabei gut gelöst, landesweit bestehen unabhängig von Hannover – Bielefeld allerdings noch Probleme im Nahverkehr, die angefasst werden müssen.

VCD-Landesvorsitzender Martin Mützel: „Dieser Fahrplan erreicht mehr Anschlüsse als langsamere Varianten und führt zu kurzen Reisezeiten. Ob das mit vertretbarem Aufwand umsetzbar ist, muss jedoch erst einmal geprüft werden”. Auch geringere Beschleunigungen könnten sinnvoll sein. Der VCD warnt vor Vorfestlegungen. Mützel: „Weder ein stures Beharren auf die maximale Beschleunigung noch ein striktes Festhalten nur am reinen Ausbau der Bestandsstrecke ist hilfreich!”

Es ist zu erwarten, dass heute jeglicher Bahnausbau von einem Teil der Betroffenen als „völlig unzumutbar“ bezeichnet wird. Die tatsächliche Betroffenheit ist laut VCD objektiv und überparteilich zu prüfen und für alle Varianten nach gleichen Kriterien zu vergleichen. Mützel: „Bei der Feststellung, welche Variante die Menschen am meisten belastet, darf es keine Rolle spielen, welche Bürgerinitiative am besten vernetzt ist!” Zwei neue Gleise neben einer bestehenden Eisenbahnstrecke sind genauso ein Neubau wie zwei neue Gleise neben einer bestehenden Autobahn.


Nachfragen:
Martin Mützel, VCD-Landesvorsitzender, 0171 9335381, muetzel@vcd-niedersachsen.org
VCD-Stellungnahme als Direktansicht
VCD-Stellungnahme als PDF-Download (100 kB)

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