Braunschweig
Braunschweig
Workshops „Map It – Wo hakt der Verkehr?“ mit dem Jugendparlament Braunschweig
Wie erleben junge Menschen den Verkehr in Braunschweig? Wo fühlen sie sich unsicher – und wo funktioniert Mobilität gut? Mit diesen Fragen beschäftigten sich mehrere Workshops unter dem Titel „Map It – Wo hakt der Verkehr?“, die im Februar 2026 gemeinsam vom Jugendparlament Braunschweig (JuPa), dem VCD Braunschweig und dem ADFC Braunschweig organisiert wurden.
An den Workshops nahmen drei Schulklassen teil: zwei Klassen der Otto-Bennemann-Schule sowie eine 8. Klasse des Wilhelm-Gymnasiums. Die Veranstaltungen fanden am 10. und 12. Februar 2026 statt und dauerten jeweils etwa eine Stunde.
Der VCD Braunschweig war dabei maßgeblich an der Konzeption des Workshopformats beteiligt und erstellte die fachliche Präsentation, die in die Themen Verkehrssicherheit und nachhaltige Mobilität einführte. Ziel war es, Jugendlichen nicht nur Informationen zu vermitteln, sondern ihnen eine Plattform zu geben, ihre eigenen Erfahrungen im Stadtverkehr einzubringen.
Nach einem kurzen Einstieg zur Verkehrssicherheit ging es direkt in die Praxis: Die Schüler*innen markierten auf digitalen Karten konkrete Problemstellen im Braunschweiger Verkehrsnetz. Dabei konnten sie Orte benennen, an denen sie sich beispielsweise auf dem Fahrrad unsicher fühlen, an Kreuzungen Schwierigkeiten haben oder Probleme im öffentlichen Nahverkehr erleben.
Dabei zeigten sich einige typische Herausforderungen aus Sicht der Jugendlichen. Besonders häufig wurden genannt:
Die Arbeit mit der digitalen Karte erwies sich als besonders wirkungsvoll. Sie ermöglichte es den Jugendlichen, ihre Erfahrungen im Alltag konkret zu verorten und sichtbar zu machen. Gleichzeitig entstand ein direkter Austausch über unterschiedliche Perspektiven auf Mobilität in der Stadt.
Auch organisatorisch wurde der Rahmen bewusst niedrigschwellig gestaltet: In lockerer Atmosphäre mit Snacks und Getränken konnten sich die Schüler*innen austauschen und gleichzeitig die Arbeit des Jugendparlaments sowie der beteiligten Mobilitätsverbände kennenlernen.
Die Ergebnisse der Workshops sollen nun gesammelt und ausgewertet werden. Perspektivisch ist geplant, sie an Kommunalpolitik und Verwaltung weiterzugeben, um die Perspektiven junger Menschen stärker in die Verkehrsplanung der Stadt einzubeziehen. Zudem ist eine Fortsetzung des Formats mit weiteren Schulklassen im Laufe des Jahres denkbar.
Für den VCD Braunschweig zeigt das Projekt, wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen Jugendvertretungen und zivilgesellschaftlichen Mobilitätsverbänden sein kann. Wenn junge Menschen ihre Erfahrungen direkt einbringen können, entstehen wichtige Impulse für eine sicherere und nachhaltigere Mobilität in Braunschweig.