Braunschweig
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Stellungnahme zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplans 2040

Der VCD Braunschweig hat eine Stellungnahme zum neuen Flächennutzungsplan abgegeben – mit klarer Botschaft: Die Mobilitätswende muss im Plan sichtbar werden.

Velorouten, Bahn-Ausbau und klimafreundliche Stadtentwicklung dürfen nicht nur Ziele bleiben, sondern müssen räumlich abgesichert werden.

Denn: Was heute nicht geplant wird, wird morgen nicht gebaut.

 

Mobilitätswende muss im Flächennutzungsplan sichtbar werden

Der VCD Braunschweig hat sich aktiv in die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans (FNP) 2040 eingebracht – und macht deutlich: Die Mobilitätswende entscheidet sich nicht auf dem Papier, sondern in der konkreten Planung von Flächen und Infrastruktur.

Zwar setzt die Stadt mit der Orientierung an einer kompakten Stadt und der Stärkung der Innenentwicklung wichtige Impulse. Doch aus Sicht des VCD reicht das allein nicht aus. Entscheidend ist, dass die bereits beschlossenen Ziele zur nachhaltigen Mobilität auch tatsächlich im Plan verankert werden.

Genau hier sieht der Verband deutlichen Nachbesserungsbedarf.

Mobilität mitdenken – nicht nachträglich reparieren

Ein zentraler Punkt ist das Velorouten-Netz: ein geplantes System hochwertiger Radverbindungen quer durch die Stadt. Diese Routen sollen künftig das Rückgrat des Radverkehrs bilden – schnell, sicher und alltagstauglich.

Im aktuellen Entwurf des Flächennutzungsplans sind diese zentralen Verbindungen jedoch nicht dargestellt. Während Straßen und Umgehungsstraßen klar eingezeichnet sind, bleibt der Radverkehr strukturell unterrepräsentiert.

„Wenn wir wollen, dass mehr Menschen das Fahrrad nutzen, müssen wir die Infrastruktur von Anfang an mitdenken – nicht erst im Nachhinein“, so die Position des VCD.

Auch die Bahn braucht Raum

Ähnlich sieht es beim schienengebundenen Verkehr aus. Neue Haltepunkte, bessere regionale Verbindungen und der Ausbau bestehender Strecken – all das braucht Platz und langfristige Planungssicherheit.

Der VCD fordert daher, diese Perspektiven frühzeitig im Flächennutzungsplan zu berücksichtigen. Nur so lassen sich spätere Konflikte vermeiden, wenn Flächen bereits anderweitig genutzt werden.

Klimaschutz beginnt bei der Flächenplanung

Besonders deutlich wird die Bedeutung des Plans beim Thema Klimaschutz: Die Lage neuer Wohn- und Gewerbegebiete entscheidet darüber, wie viel Verkehr künftig entsteht – und ob Menschen überhaupt eine echte Alternative zum Auto haben.

Wer heute Baugebiete ohne gute Anbindung an Bus, Bahn oder sichere Radwege plant, schafft Probleme für Jahrzehnte.

Oder anders gesagt:
Mobilitätswende ist keine Frage einzelner Maßnahmen – sie ist eine Frage der Struktur.

Klare Forderungen des VCD

Der VCD Braunschweig fordert daher:

  • das Velorouten-Netz im Flächennutzungsplan sichtbar zu machen,
  • den Ausbau von Bahn und ÖPNV frühzeitig räumlich zu sichern,
  • und neue Bauflächen konsequent an nachhaltige Mobilität zu koppeln.

Die Stellungnahme versteht sich als konstruktiver Beitrag zum Verfahren. Ziel ist es, die vorhandenen Konzepte – vom Mobilitätsentwicklungsplan bis zum Radnetz – endlich auch räumlich wirksam zu machen.

Denn klar ist:
Was heute nicht im Plan steht, wird morgen nur schwer umgesetzt.

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