Braunschweig
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„Mobilität für alle – aber wie?“ – diese Frage lockte am 19. August mehr als 300 Menschen in die Magnikirche. Die gemeinsam von VCD und ADFC Braunschweig veranstaltete Podiumsdiskussion mit einer Kandidatin und sechs Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl stieß damit auf eine Resonanz, die unsere Erwartungen deutlich übertraf.
Schon vor Beginn zeigte sich: Das Interesse an der zukünftigen Mobilität in Braunschweig ist groß. Die Magnikirche war bis auf den letzten Platz gefüllt.
Unter der souveränen Moderation von Ronald Schober entwickelte sich eine lebendige, zugleich konstruktive und wertschätzende Diskussion. Dabei ging es nicht nur um vorbereitete Themen. Das Publikum konnte über ein digitales Tool oder althergebracht auf einer Papierkarte eigene Fragen einreichen und anschließend darüber abstimmen, welche davon vorrangig auf dem Podium behandelt werden sollten. So bestimmten die mehr als 300 Gäste einen wichtigen Teil der Diskussion selbst.
Von Tempo 30 bis zum autofreien Bohlweg
Die Fragen zeigten, wie vielfältig die Erwartungen an die künftige Verkehrspolitik Braunschweigs sind. Diskutiert wurde unter anderem über ein Deutschlandticket für alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von der Länge ihres Schulwegs, über Tempo 30 in der Innenstadt, Pocket Parks und die Frage, welchen Stellenwert das Auto künftig im öffentlichen Raum haben soll.
Auch grundsätzlichere Fragen kamen zur Sprache: Wie können Radverkehr und ÖPNV den gleichen Stellenwert erhalten wie der Autoverkehr? Wie muss Verkehrsplanung aussehen, damit die unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnisse z.B. von Frauen stärker berücksichtigt werden? Und wäre ein autofreier Bohlweg eine Perspektive für Braunschweig?
Die zahlreichen Fragen und die Beteiligung des Publikums machten deutlich: Die Menschen in Braunschweig wollen mitreden, wenn es darum geht, wie wir uns künftig in unserer Stadt bewegen.
Ein Abend des konstruktiven Austauschs
Mit dabei waren:
- Dr. Thorsten Kornblum, SPD
- Michael Walther, Die Grünen
- Maximilian Pohler, CDU
- Ingo Schramm, FDP
- Robert Glogowski, BIBS
- Leonie Bartsch, Die Linke
- Timothy Rathjen, Volt
Trotz unterschiedlicher politischer Positionen verlief die Diskussion auf dem Podium und mit dem Publikum sachlich, konstruktiv und wertschätzend. Für VCD und ADFC war der Abend damit nicht nur wegen der unerwartet hohen Besucherzahl ein voller Erfolg.
Unser besonderer Dank gilt der St.-Magni-Gemeinde und Pastor Böger. Die Gemeinde stellte uns nicht nur die Magnikirche als außergewöhnlichen Veranstaltungsort zur Verfügung, sondern unterstützte die Veranstaltung auch mit der notwendigen Technik. Ohne diese Unterstützung wäre ein Abend in dieser Form nicht möglich gewesen.
Mehr als 300 Gäste, viele engagierte Fragen und eine intensive Diskussion über die Zukunft der Mobilität: Der Abend hat gezeigt, dass Verkehrspolitik die Menschen in Braunschweig bewegt.