Landesverband Niedersachsen, Auto & Straße, Infrastruktur, Pressemitteilung, Verkehrspolitik
Landesverband Niedersachsen

VCD fordert erneut Überprüfung der A 20-Planungen

Hannover, 02.09.2025

Am gestrigen Montag hat das niedersächsische Wirtschafts- und Verkehrsministerium mitgeteilt, dass der erste Bauabschnitt der geplanten Bundesautobahn A 20 zwischen Westerstede und Jaderberg planfestgestellt wurde und damit nach einem langen Rechtsstreit bis vor das Bundesverwaltungsgericht nun Baurecht erhält.

 

VCD Landesvorstand Kay Rabe von Kühlewein kommentiert dazu: „Mit dem erteilten Baurecht für den ersten Abschnitt der A 20 verdeutlicht sich wieder einmal die rückwärtsgewandte niedersächsische Verkehrspolitik. Mittlerweile sollte es Konsens sein, dass es mitten in einem der klimatisch heißesten Jahre der vergangenen Jahrtausende eine ziemlich schlechte Idee ist, eine neue Autobahn mitten durch geschützte Moorlandschaften zu führen, die nur mehr Autoverkehr und mehr CO2-Emissionen produzieren. Selbst das Bundesumweltministerium hat in diesem Jahr in einer Studie festgestellt, dass die alten Planungen der A 20 im Bundesverkehrswegeplan völlig aus der Zeit gefallen sind und dringend überholt werden müssten. Als VCD fordern wir daher eine aktuelle Überprüfung auf die derzeitige verkehrliche Notwendigkeit, wobei insbesondere die entstehenden Klimaschäden anhand aktueller Daten mit einbezogen werden müssen, bevor nun vorschnell Fakten geschaffen werden.“

„Wozu einen Autobahnabschnitt bauen, wenn diese Autobahn in Gänze spätestens an der Umsetzung der Elbquerung scheitern wird? Für diese besteht weder Bedarf, noch gibt es ein Konsortium zum Bau, sie ist schlicht nicht finanzierbar”, kritisiert VCD-Landesvorstand Hans-Christian Friedrichs. Der VCD Niedersachsen fordert außerdem, die Planungen weiterer klimaschädlicher Autobahnen in Niedersachsen, wie der A 39, umgehend einzustellen. „Die Klimaschutzziele von Bundes- und Landesregierung bleiben reine Lippenbekenntnisse, wenn in Niedersachsen weiter mit Hochdruck Autobahnen geplant und gebaut werden, neue Eisenbahnstrecken, wie Hamburg – Hannover, für den schnellen Personenverkehr und den Güterverkehr aber ausgebremst werden. Wir erwarten von der Landesregierung endlich einen Wandel hin zu zukunftsfähiger Verkehrspolitik!” so Friedrichs weiter.

Nachfragen:

Kay Rabe von Kühlewein  0151 72663259

Hans-Christian Friedrichs 0160 5541402

VCD Landesverband Niedersachsen

nds@vcd.org 

www.vcd-niedersachsen.de

zurück