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Landesverband Niedersachsen

VCD fordert maximale Baufreiheit für geplante Neubaustrecke Hamburg–Hannover

Hannover, 10.11.2025

Heute hat das Bundesverkehrsministerium auf Anfrage ein neues Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) für die geplante Neubaustrecke Hamburg–Hannover veröffentlicht. Dieses ist entscheidend für den Bau der neuen Verbindung. Mit einem Wert von 1,5 liegt dieses NKV nun deutlich über dem kritischen Wert von eins. Der VCD fordert deshalb den Bund und das Land Niedersachsen auf, das für die Verkehrswende entscheidende Projekt jetzt ohne Umschweife umzusetzen.

 

„Es ist den Menschen im Land nicht vermittelbar, dass eine fertig geplante Bahnstrecke trotz eines mehr als positiven Wirtschaftlichkeitsnachweises immer noch zur Diskussion steht. Wir erwarten vom Deutschen Bundestag daher jetzt Baufreiheit herzustellen und die Strecke schnellstmöglich in der parlamentarischen Befassung zu beschließen“, so Kay Rabe von Kühlewein, Landesvorstand im VCD Niedersachsen.

„Wir unterstützen ausdrücklich auch die Forderung von Stadt und Landkreis Lüneburg, der Landeshauptstadt Hannover und der Hansestadt Hamburg nach einer Neubaustrecke im Korridor A 7/B 3“, sagt Hans-Christian Friedrichs, stv. VCD-Landesvorsitzender. „Seit nunmehr zehn Jahren setzt sich entlang der Bestandsstrecke zusammen mit dem VCD Niedersachsen ein starkes Bündnis für die Belange von Fahrgästen und Wirtschaft ein. Insbesondere die Stimmen der Menschen an dieser Achse und des Hamburger Hafens sollten nun endlich auch in Berlin und Hannover gehört werden“, so Friedrichs weiter.

Der VCD sieht durch den deutlich positiveren Wirtschaftlichkeitsnachweis auch den Endpunkt für Alpha-E gekommen und fordert die niedersächsische Landesregierung auf, sich jetzt auch aktiv an den Planungen für die Neubaustrecke zu beteiligen.

„Wenn allein die Neubaustrecke ein höheres NKV aufweist, als das ursprüngliche Alpha-E im Dialogforum Schiene-Nord, muss auch Verkehrsminister Tonne erkennen, dass er die wirtschaftlichste Variante nicht mehr blockieren kann. Stattdessen muss er jetzt dafür sorgen, dass Niedersachsen auch direkt vor Ort von der Strecke durch schnellen Regionalverkehr mit neuen Bahnhöfen z. B. in Bergen, Soltau und Garlstorf profitiert. Dass Gelder dafür fehlen, darf jetzt keine Ausrede mehr sein!”, so Rabe von Kühlewein weiter.

Nachfragen:

Hans-Christian Friedrichs 0160 5541402

Kay Rabe von Kühlewein 0151 72663259

VCD Landesverband Niedersachsen

nds@vcd.org 

www.vcd-niedersachsen.de

 

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