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Landesverband Niedersachsen

Staugefahr mit Ansage – VCD kritisiert aufgehobenes Sonntagsfahrverbot in Folge des Niedrigwasser

Pressemitteilung

Hannover, 08.08.2026

Nach den niedrigen Pegelständen an deutschen Flüssen infolge der wochenlangen Dürre, hat Niedersachsen heute das Sonntagsfahrverbot für Lkw aufgehoben. Begründet wird dies mit Niedersachsens Rolle als Transitland und der Verlagerung von Schiffsverkehren auf die Straße. Der VCD kritisiert diese Regelung und fordert angesichts des voranschreitenden Klimawandels echte, nachhaltige Lösungen, wie die Verlagerung von Verkehren auf die Schiene.

„Das Sonntagsfahrverbot genau in dem Zeitraum aufzuheben, wo einige Bundesländer schon wieder aus den Ferien kommen, bedeutet auf den Straßen eine Staugefahr mit Ansage. Schon jetzt belasten Lkw-Verkehre die Autobahnen mehr als genug. Gerade als Transitland wäre es daher die Aufgabe von Minister Tonne gewesen, Verkehre auch sinnvoll vom Schiff auf die Schiene zu verlagern. Das Verkehrsministerium muss sich daher klarer für die Ertüchtigung der Bahninfrastruktur in Niedersachsen einsetzen“, so Hans-Christian Friedrichs, Landesvorsitzender des VCD Niedersachsen.

Kay Rabe von Kühlewein, stellvertretender Landesvorsitzender des VCD Niedersachsen ergänzt: „Seit Jahrzehnten warnen Klimaforscher vor genau diesen niedrigen Pegelständen in Folge des Klimawandels. Deshalb braucht es jetzt nachhaltige Lösungen, auch für den nachhaltigen Ausbau der Bundeswasserstraßen. Statt Fahrrinnenvertiefungen, die an der Wassermenge nichts ändern, müssen wir auf den Ausbau klimaresilienter Flüsse setzen und die Wasserentnahme aus Flüssen durch Industrie und Energiewirtschaft reduzieren. Es braucht eine Verkehrspolitik, die Klimaschutz und Klimaanpassung konsequent zusammenführt.“

Nachfragen:
Kay Rabe von Kühlewein 0151 72663259
Hans-Christian Friedrichs 0160 5541402

VCD Landesverband Niedersachsen
nds@vcd.org
www.vcd-niedersachsen.de

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