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Am Montag, 20. April findet im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages eine öffentliche Anhörung zur geplanten Neubaustrecke zwischen Hamburg und Hannover statt. Landesvorstand Kay Rabe von Kühlewein wird den VCD Landesverband Niedersachsen dort als Sachverständiger vor dem Ausschuss vertreten. Die Anhörung ist dabei ein Vorgriff zur notwendigen parlamentarischen Befassung, bei welcher der Bundestag über den weiteren Verlauf des Projektes entscheidet. Im Zuge der Anhörung weist der VCD nochmals auf die gestiegene Notwendigkeit einer zweigleisigen Neubaustrecke zwischen Hamburg und Hannover hin.
„Unsere Position ist klar: Um mehr Verkehr auf der Schiene und eine bessere Anbindung Niedersachsens mit dem Deutschlandtakt zu erreichen, braucht es diese Neubaustrecke. Gerade die aktuelle fossile Preiskrise zeigt uns, wie wichtig eine leistungsfähige Bahninfrastruktur für den Umstieg vom Auto auf die Bahn ist.“, so Kay Rabe von Kühlewein.
In dem von der DB vorgeschlagenen Neubau sieht der VCD die einzige Möglichkeit, den zweigleisigen Schienen-Engpass zwischen Hamburg und Hannover wirksam zu ertüchtigen und mit attraktiven Fahrzeiten die Verkehrsverlagerung auf die klimafreundliche Schiene zu ermöglichen. Nur so kann beispielsweise auch auf der Bestandsstrecke ein Halbstundentakt im Regionalverkehr etabliert werden. Der Neubau ist dabei die kostengünstigste, eingriffsärmste und naturverträglichste Variante. Neben den Vorteilen, welche sich durch die erfolgte Vorplanung der DB eh schon bieten, weist der VCD in seiner Stellungnahme aber auch darauf hin, dass das Parlament in der parlamentarischen Befassung noch deutliche Verbesserungen der vorgeschlagenen Variante beschließen kann. So können drei mögliche Regionalhalte mit jeweils bis zu 60% vom Bund finanziert werden und so ländliche Bereiche in den Landkreisen Harburg, Heidekreis und Celle mit den Metropolen Hamburg und Hannover in 200 km/h schnellem Regionalverkehr verbinden. Auch beim Lärmschutz oder einer gegebenenfalls engeren Bündelung mit der Autobahn 7 kann der Bundestag noch Änderungen beschließen.
„Wichtig ist uns aber vor allem, dass der Neubau nach der Anhörung so schnell es geht vom Bundestag beschlossen wird. Nur so haben die tausenden Bahnpendlerinnen und Bahnpendler sowie der Güterverkehr eine Perspektive, dass es in Zukunft im Bahnverkehr zwischen Hamburg und Hannover besser wird!“, so Rabe von Kühlewein weiter.
Die Anhörung kann am 20.04. von 13–16 Uhr live im Parlamentsfernsehen unter www.bundestag.de verfolgt werden. Die vollständige schriftliche Stellungnahme des VCD Landesverband Niedersachsen ist hier zu finden: https://www.bundestag.de/resource/blob/1150878/Stellungnahme-VCD.pdf
Nachfragen:
Kay Rabe von Kühlewein 0151 72663259
Hans-Christian Friedrichs 0160 5541402