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Celle

Radverkehr im Baustellenchaos

Seit Ostern wird in der Fritzenwiese gebaut. Dadurch gibt es keine Fahrradverbindung im Norden der Innenstadt, denn auch der Nordwall ist für Radfahrende gesperrt. So richtig gibt es anscheinend keine Lösung und den Radfahrenden wird überlassen, sich im Schilderchaos eine Weg zu finden, mehr oder weniger regelwidrig.

 

Das Fahrradfahren im westlichen Teil der Fritzenwiese ist momentan ausgesprochen gefährlich. Ausweichmanöver, rangierende Fahrzeuge, ein- und ausparkende Fahrzeuge, Baustellenverkehr und nun noch Schieben auf dem Gehweg. So treffen sich aktuell Pedelec-Fahrer, Lastenradfahrer und Fußgänger auf dem 80 cm breiten Gehweg - denn wer will sich schon mit schweren Baumaschienen auf der Fahrbahn (immerhin Fahrradstraße) anlegen.

Die Beschilderung ist schon fast amüsant: an den Eingängen der der Fritzenwiese-West sind ganz klar Fahrräder zugelassen. Nur wenig später ist die Straße jedoch für alle Fahrzeuge gesperrt oder zumindest fast:  “Fahrradfahrer frei” sagt ein Zusatzzeichen, dann folgt ein Schild “Fahrradfahrer absteigen”.

Also alles frei interpretierbar, weil der gemeine Fahrradfahrer ohnehin fährt, wie er will?

Diesem vekehrswidrigen Verhalten wird durch die Unorganisierheit eine fahrbaren Alternative Vorschub geleistet. Manchmal bleibt auch nur sich auf dem schmalen Gehweg zu arrangieren.   

Es wäre so einfach:

Den Nordwall wieder für Radfahrer frei geben. Dort sind 10 km/h angeordnet, also kein Problem für ein Miteinander von Fahrrad und Auto. Der Rundbordstein im Verschwenkungsbereich der Baustelle ist fahrbar. Auch sonst hat man in Celle wenig Bedenken, Radfahrer über Schlaglöcher oder Bordsteine zu schicken.  Bei den üblichen verkehrsicherheitsrechtlichen Bedenken könnte hier Asphalt in der Gosse das Auf– und Abfahren erleichtern. Bei Bedarf Verkehrszeichen Z 112 (Achtung Bodenwellen) oder ein individuelles Zusatzzeichen anbringen, das auf den Bordstein hinweist. 

Auch ohne Baustelle fuhren nur die mutigeren Radfahrer über den Nordwall. Das kann ja auch weiterhin so bleiben. Alle anderen können über die Fritzenweise schieben und sich über die widersprüchliche Beschilderung wundern.

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