Niedersachsen,
Celle,
Radverkehr
Celle
Wer entlang der Jägerstraße radelt, sollte an der umgestalteten Einmündung der Breiten Straße abbremsen: Die Entwässerungsrinnen und taktilen Elemente sind so tief gebaut, dass sie nur sehr langsam überfahren werden können. Das könnte nachträglich mit vertretbarem Aufwand verbessert werden. Für die Radfahrenden ist ein niveaugleicher Ausbau heute Standard, auch wenn der Radweg als kombinierter Geh- und Radweg ausgewiesen ist. Die Verbindung entlang der Jägerstraße wird intensiv von Radfahrenden genutzt.
Interessanterweise ist die Einmündung der Jägerstraße in die Bahnhofstraße für Radfahrende vorbildich gelöst. Entlang der Bahnhofstraße Radelnde werden kaum merklich auf die Fahrbahn geleitet, ein Abbremsen ist nicht erfoderlich.
Ein weiteres Problem und nicht zukunftsfähig, sind die drei fahrradunfreundlichen Aufpflasterungen im Verlauf der Breiten Straße an den Kreuzungen. Auch hier muss der Radfahrende abbremsen und die Breite Straße als Alternativroute zur Hannoverschen Straße verliert dadurch deutlich an Attraktivität. Hinzukommt, dass die durchgängige Linearität der Straße mit der Allee den Denkmalcharakter bestimmt. Diese klare Straßenzonierung verliert sich durch die unnötigen Auffpflasterungen mit Granit-Pflaster.
In Großstädten wie München werden solche Aufpflasterungen aus den 80er Jahren zurückgebaut, um die Straßen fahrradfreundlicher zu gestalten.
Diese Straße wird voraussichtlich die nächsten 80 Jahre nicht mehr umgebaut. Also warum noch Aufpflasterungen? Es gilt Tempo 30, die schmale Breite der Straße wirkt geschwindigkeitsreduzierend und bei Bedarf können Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden. In eine paar Jahren haben alle Fahrzeuge Assistenzsysteme und diese werden auf Dauer die Autofahrenden zum Einhalten der Geschwinigkeiten erziehen bzw. durch die Automatisierung gar keine Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit mehr zulassen.