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Celle

VCD bedauert Rücknahme der Fahrrad-Freigabe am Heiligen Kreuz

Unlängst hat die Stadtverwaltung die Straße Am Heiligen Kreuz gegen die Einbahstraßenrichtung für Radfahrende freigegeben. Jetzt wurde diese fahrradfreundliche Lösung wieder einkassiert.

Fachplaner haben im Fahrradaktionsplan diese kostengünstig umzusetzende Maßnahme empfohlen. Es ist davon auszugehen, dass dies also hinreichend geprüft wurde und in anderen Städten solche Lösungen funktionieren. Die Straßenverkehrsordnung hat nichts dagegen, bei einer ausreichenden Breite von 3,00 m den gegenläufigen Fahrradverkehr zuzulassen. Auch aus Hannover sind manchen Fahrradfahrenden solche Regelungen in engen Straßenräumen bekannt, die schon seit Jahren funktionieren (z.B. An der Strangriede). 

Da ist die Stadtverwaltung einmal mutig und setzt eine zugegeben etwas ungwöhnlichere Regelung im Sinne der Fahrradfahrenden um, schon bekommt sie Gegenwind und baut zurück. Es wäre eine Chance für mehr Gleichberechtigung im Straßenverkehr. Gut, der tendenziell konservative und durchschnittlich ältere Celler Stadtbewohner muss sich erst noch an solche Situationen gewöhnen und sicherlich muss man sich im Begegnungsfall  manchmal freundlich arrangieren, doch letztlich ist es eine Verbesserung im Sinn der Radfahrenden.

Unser Wunsch: In naher Zukunft sollten statt der Fahrradfahrenden zukünftig die Autofahrenden nicht mehr durch die Straße Am Heiligen Kreuz fahren und die Straße dem nicht-motorisierten Verkehr zur Verfügung stehen. Die jetzt zurückgezogene Freigabe wäre ein erster Schritt in diese Richtung gewesen und ein weiterer Schritt zur autoarmen Innenstadt - mensch wird ja wohl mal träumen dürfen.

Wir wünschen den Verkehrsplanenden weiterhin Mut zu solchen Entscheidungen! Und erstmal mindestens 2 Jahre vor einer Rücknahme testen.

 

 

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